Toolbox Chancengerechtigkeit startet in den gemeinsamen Entwicklungsprozess
Toolbox Chancengerechtigkeit startet in den gemeinsamen Entwicklungsprozess
Rektorin Birgitta Wolff, Prorektorin für nachhaltige Organisationsentwicklung und Diversität Rita Casale mit Sophie Charlott Ebert, Leiterin der Stabsstelle Gleichstellung und Vielfalt, sowie Kira Sandrock, Projektleiterin Toolbox Chancengerechtigkeit.
Eine diskriminierende Äußerung in einer Lehrveranstaltung, Unsicherheiten im Umgang mit Benachteiligung oder die Frage, wie Auswahl- und Berufungsverfahren möglichst fair gestaltet werden können. Im Universitätsalltag entstehen immer wieder Situationen, in denen Orientierung und konkrete Handlungsmöglichkeiten gefragt sind. Genau hier setzt die Toolbox Chancengerechtigkeit an. Geplant sind unter anderem Checklisten, Leitfäden, Vorlagen, Lernvideos und Selbstlernangebote sowie Hinweise auf Beratungsstellen und Workshops, die sensibilisieren oder direkt ins Handeln bringen.
Eröffnet wurde die Auftaktveranstaltung von Rektorin Prof.in Dr. Birgitta Wolff und Prof.in Dr. Rita Casale, Prorektorin für Nachhaltige Organisationsentwicklung und Diversität. Durch das gemeinsame Gespräch führte Sophie C. Ebert, Leiterin der Stabsstelle Gleichstellung und Vielfalt. Dabei wurde deutlich, dass Chancengerechtigkeit nicht nur in Leitbildern und Strategien verankert sein darf, sondern sich auch in konkreten Entscheidungen, Arbeitsabläufen und Begegnungen zeigen muss. Die Toolbox soll Universitätsangehörige dabei unterstützen, auch in komplexen oder sensiblen Situationen sicher und reflektiert zu handeln.
Nach der Vorstellung des Konzepts und ersten Einblicken in die Demoversion waren die Teilnehmer*innen eingeladen, die Plattform aktiv weiterzudenken. Im anschließenden World-Café stand ihre Perspektive im Mittelpunkt. An der Station „Orientieren“ machten sie sichtbar, bei welchen Themen sie sich mehr Wissen, Klarheit und Handlungssicherheit wünschen. Danach wurde es praktisch. Unter „Ausprobieren“ nahmen die Teilnehmer*innen erste Inhalte der Demoversion unter die Lupe und gaben Rückmeldungen zu Verständlichkeit, Aufbau und Nutzbarkeit. Zugleich zeigte sich, wie viel wertvolles Wissen an der Universität bereits vorhanden ist. An der Station „Sammeln“ wurden Materialien, Projekte und Good Practices zusammengetragen, die künftig über die Toolbox gebündelt und leichter zugänglich gemacht werden können. Die Station „Mitgestalten“ richtete den Blick schließlich nach vorn. Interessierte konnten sich vernetzen und festhalten, wie sie die weitere Entwicklung der Toolbox begleiten möchten. Dabei eröffneten sich unterschiedliche Formen der Mitwirkung. Fachliche Expertise und bereits erprobte Materialien können ebenso in den Prozess einfließen wie Rückmeldungen aus der praktischen Erprobung.
Die gesammelten Rückmeldungen werden nun ausgewertet und fließen unmittelbar in die weitere Entwicklung ein. In der nächsten Projektphase sollen zusätzliche Mitgestalter*innen gewonnen, Inhalte erarbeitet und erste Bausteine in verschiedenen Hochschulbereichen erprobt werden. Der offizielle Launch der Plattform ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen. Anschließend soll die Toolbox kontinuierlich aktualisiert und erweitert werden.
Unterstützt wird das Projekt durch FABU e. V. – Freunde und Alumni der Bergischen Universität und die Sparkasse Wuppertal. Die Förderung ermöglicht den professionellen Aufbau der Plattform sowie die Entwicklung qualitätsgesicherter Inhalte. So entsteht Schritt für Schritt ein digitales Angebot, das vorhandenes Wissen bündelt und konkrete Unterstützung für einen chancengerechten Universitätsalltag bietet.
Weitere Einblicke in die Auftaktveranstaltung und den gemeinsamen Entwicklungsprozess bietet der ausführliche Nachbericht.